Unser Tagebuch

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Röntgenkontrolle

Veni, vidi, viciPosted by Barbara Dehn Jun 24, 2012 03:08AM
Am vergangenen Mittwoch war es soweit: Athos wurde erneut geröntgt.

Um es vorweg zu nehmen, unser übervorsichtiger Tierarzt wagte sinngemäß zu sagen: "Es sieht eher nach leichten Verbesserungen aus, auf jeden Fall ist nichts schlimmer geworden, daher: positiv, weil definitiv nicht negativ." Was für ihn soviel bedeutet, wie sich aus dem Fenster zu lehnen und ihn fünf Minuten später veranlaßte, sich gleich wieder selbst zu relativieren, mit den Worten: "Iiiiiiiiiiiiiich habe sowas gesagt? Nie." ;-))))

Fakt ist auf jeden Fall: Alle Implantate sind weiter auf ihrem Platz, genau da, wo sie hingehören. Auf dem Röntgenbild gibt es keine Anzeichen von Entzündungen (mehr). Die Unruhe rund um die lange Schraube herum scheint tatsächlich weg zu sein, eine Beule ist auf den Bildern nicht mehr zu finden/sehen. Das heißt, wir gehen im Augenblick davon aus, daß die Entzündung aus Körper und Bein tatsächlich raus sein könnte/sollte/müßte. Was nicht bedeutet, daß das auf immer und ewig gelten muß, aber eben doch für den Moment. Von meinem Gefühl her würde ich also sagen: Wir haben wenigstens einen Etappensieg errungen, der Mali und ich.

Was mindestens ebenso wichtig war, wie die Diagnose in Sachen Entzündung, die ja auch darüber entschied, ob aktuell eine OP fällig gewesen wäre, war die Antwort auf die Frage: Was ist eigentlich unter der einen von zwei Implantatschienen? Bisher war es aufgrund der Röntgenbilder nicht möglich gewesen, darunter zu schauen. Doch heute machte endlich wieder unsere Haus-Tierärztin die Aufnahmen, die sich im Vorwege sogar vom Ahlener Kollegen anweisen ließ, wie sie den Ellenbogen ablichten sollte, um die gewünschten Informationen liefern zu können.

Zentrales Fazit an dieser Stelle: Es hat sich unter der Schiene tatsächlich ein Knochensteg gebildet. Wenn er auch noch nicht breit genug bzw. so breit, wie man es sich wünschen würde, ist, so ist er doch vorhanden und, wenn wir Glück haben, im Aufbau. Parallel dazu ist der Steg auf der anderen Seite, der auch beim gesunden Knochen deutlich breiter ist als sein Gegenüber, mittlerweile sehr gut durchbaut und stabil, so daß wir im Grunde gute Voraussetzungen haben, auch, wenn ein Restrisiko, daß nochmal etwas bricht, natürlich bleibt.

Das Gesamtloch scheint noch einmal ein bißchen besser gefüllt zu sein, allerdings mag sich der TA da -mal wieder- lieber nicht festlegen.

Daß Athos immer noch so stark humpelt, schreibt der TA der Arthrose zu, die sich nun einmal nach dieser Art der Erkrankung immer bildet.

Zusammenfassend sagte er einmal mehr: "Weiter so" und antwortete auf meine Frage nach möglichen Verbesserungen in meiner Herangehensweise, daß er keine sieht. Die Schmerzmedis sind gut und gut dosiert, das Radfahren ist prima, er war eher überrascht, daß wir schon diese Strecke schaffen, die Physio soll ich wenn irgendwie möglich weitermachen, je weniger Athos tobt, desto besser, allerdings meinte der TA, daß ich seinem Dafürhalten nach da ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse meines Hundes hätte, es fiel das Wort "professionell", was mich natürlich aus diesem Mund durchaus freut.

In Sachen Implantatentfernung sieht unser Tierarzt aktuell zum Glück keinen Handlungsbedarf. Die Zeit arbeite derzeit definitiv für uns, meint er, schränkt aber ein, daß ich mich innerlich bitte unbedingt darauf einstellen soll, daß der Bedarf jederzeit wieder entstehen könne. Ich solle lieber etwas pessimistisch bleiben als jetzt zu glauben, daß nun alles zwangsläufig auch dauerhaft im grünen Bereich sei. Naja, ein glühender Optimist war ich ja ohnehin noch nie, das wird mir also nicht allzu schwer fallen. ;-)

Für den Moment will ich mich trotzdem freuen: Darüber, daß wir endlich sicher sind, daß unter der Schiene Knochen ist, darüber, daß es anscheinend einen weiteren leichten Kallus-Zuwachs gab, darüber, daß zumindest im Moment keine Entzündung mehr den Knochenaufbau hemmt, was wohl in den letzten Wochen mit Beule der Fall gewesen sein wird und natürlich darüber, daß der Mali-Bub nach wie vor und immer besser auf allen vier Beinen durch die Gegend laufen kann, wenn auch wahrscheinlich auch auf Dauer leicht humpelnd, aber: mit Freude am Leben und mit nur noch sehr wenigen Einschränkungen.

Anhängend die aktuellen Bilder, darunter in der zweiten Reihe zum Vergleich die Bilder von vor sechs Wochen. Auf den neuen Bildern durch die Pfeile und den inneren Kreis gekennzeichnet die Position des Knochenstegs.

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