Unser Tagebuch

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Mit wunderbaren Hunden ...

... bereichert durch's Leben.

Nach nicht ganz zwei Wochen

Veni, vidi, viciPosted by Barbara Dehn Oct 29, 2012 11:39PM
Seit vergangener Woche Dienstag waren wir am Stück unterwegs. Zunächst führte uns ein Training nach Ostfriesland, am Freitag reisten wir dann weiter in den Spessart, wo ich einen Workshop zu leiten hatte.

Nachdem die Jungs und das Mädel damit letzte Woche und bis gestern auf engerem Raum als sonst zusammenlebten, sind wir nun wieder zu Hause.

In Ostfriesland lief es sehr gut, auch wenn Ben immer noch sehr aufpaßt, daß Lupa keinen Quatsch macht. Die Lütte lernte zahlreiche neue Hunde kennen, und es zeigte sich, daß sie über ein gutes Sozialverhalten verfügt, allerdings gerne von Beginn an deutlich macht, daß sie ein Mali ist und sich nichts gefallen läßt.

In Wiesen gab es -nach einigen Tagen der Ruhe zwischen den beiden- noch einmal eine größere Keilerei zwischen Ben und Lupa. Mein großer Schwarzer fordert da schon recht vehement Respekt ein, und so ein Mali gibt auch nicht sofort klein bei. Es war wie es eigentlich ein Rüdenkampf wäre - viel Lärm um nichts. Laut, aber ohne Blessuren.

Doch das gehört meiner Meinung nach zur Neuordnung innerhalb der Gruppe einfach dazu. Soweit nötig regele ich und mache deutlich, daß ich solchen Krawall nicht möchte, lasse den Hunden jedoch auch den Freiraum, ihre Dispute in gewissem Rahmen zu klären.

Insgesamt klappt es erstaunlich gut mit den vieren. Wobei ich sie bisher nicht allein lasse, wenn ich ohne sie arbeiten mußte, sondern trenne. Seppl und Lupa blieben jeweils in einem Raum, Ben und Ilias im anderen. Das ging sehr gut und gab mir und sicher auch den Hunden mehr Ruhe. Ich halte einfach nichts von "die machen das schon", ich möchte da sein, um im Zweifel ordnen zu können. Seppl und Lupa vertraue ich allerdings, nachdem sie in Ostfriesland schon friedvoll die Kudde geteilt hatten und merkte vor allem, daß Lupa schlicht und einfach nicht allein sein wollte. Und das Sepplchen gab tatsächlich einen prima Mali-Sitter ab. :-)

Gekrönt wird unser Erfolg gerade jetzt. Vorher legte sich Lupa hier zu Hause nämlich gerne im Schlafzimmer auf das Bett oder in die Kudde, jetzt liegt sie hier bei mir und den Jungs, alle schnurcheln friedlich um den Kamin herum, genauso, wie ich es mir gewünscht hätte und wie es früher mit Athos auch war.

Die Strapazen der letzten Woche steckte Lupa richtig gut weg. Sie fährt gut und gerne Auto, paßt sich an die Gegebenheiten an, auch daran, daß wir in zwei verschiedenen Ferienwohnungen an zwei verschiedenen Orten wohnten.

Sie gewann mit allem weitere Freiheit und Sicherheit, das ist deutlich zu spüren und zu sehen, auch das Video, das sie im Rahmen des Seminars im Spessart zeigt, spiegelt das wider.

Ich denke, die Struktur, die ich vorgebe, gibt ihr Halt, heute in der Stadt waren die Ohren hoch, die Rute ging fröhlich, einfach, weil ich sie immer wieder ansprach, sie clickerte, wenn sie mich anschaute. Und das tut sie mittlerweile sehr oft, den Blickkontakt suchen, anfangs traute sie sich auch das nicht, fürchte ich.

Nun liegt die Lütte hier neben mir, pennt tief und fest und scheint sehr, sehr zufrieden. :-)

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