Unser Tagebuch

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Mit wunderbaren Hunden ...

... bereichert durch's Leben.

Es wird

Veni, vidi, viciPosted by Barbara Dehn Nov 10, 2012 01:03AM
Heute war zum ersten Mal ein Tierarztbesuch angesagt, da die Maus am rechten Hinterbein gelahmt hatte.

Lupa ging entspannt in die Praxis, und ich darf sagen: auch entspannt wieder raus. Dazwischen kuschelte sie sich in meinen Arm und ließ die Tierärztin machen. Die Ohren wurden untersucht, die Äugelein angeschaut, die sich leicht entzündet hatten und natürlich wurde das Pfötchen begutachtet.

Ergebnis: Ohren ok, für die Augen gab es eine Salbe, die ein bißchen Cortison enthält und antibiotisch ist, die Pfote selbst ergab keinen Befund.

Aber: Eben nur die Pfote. Die Tierärztin ist nämlich nicht sicher, ob mein Mäuschen nicht etwas mit der Hüfte hat. Lupa reagierte auf die Schmerzpunkte, ist allerdings auch massiv verspannt im hinteren Rückenbereich, und UO-Trainer Peter meinte später, daß ihr "da hinten" ja auch noch ein bißchen Bemuskelung fehlt.

Wir beschlossen, erstmal nicht zu röntgen, denn theoretisch kann es ja auch sein, daß die Lütte schlicht und einfach durch die viele ungewohnte Bewegung ein bißchen Muskelkater hat oder einfach irgendwo eine leichte Zerrung steckt. Ich soll jetzt erstmal noch ein paar Tage Rimadyl (Carprotab) geben, falls es nicht besser wird, müssen wir nochmal schauen.

Grundlegend werde ich allerdings auf jeden Fall mal checken lassen, wie die Hüften und Ellenbogen aussehen. Schließlich soll die Maus in den Schutzdienst und auch richtig IPO-UO machen, was bedeutet, sie müßte ggf. auch springen. Da möchte ich natürlich sichergehen, daß sie beides auch tatsächlich kann und darf. :-)

Vielleicht kann ich auch den Vorbesitzer dazu einmal befragen, möglicherweise ist ja ein HD-Check längst gemacht worden.

Ich denke, ich werde erstmal am Sonntag Athos' ehemaligen Tierarzt Wolfgang bitten, sie durchzutasten, er ist da wirklich sehr fit, und wenn er meint, sie müßte mal kurzzeitig schlafen gelegt werden, um ihr "Fahrgestell" zu durchleuchten, dann machen wir das eben auch - ich vertraue da seinem Urteil.

Im Anschluß an den ausgesprochen problemlosen TA-Termin ging's zum UO-Training mit Peter. Und das war heute für mich einfach nur wunderschön. Wir shapten zunächst weiter am "Platz", und wieder konnten wir die Denkwölkchen über Lupas Köpfchen sehen. Als Leckerchen hatte ich fertig gekaufte Frikadellen, die sie in Thüringen von Marco mit allergrößter Begeisterung abgestaubt hatte, und sie schien beschlossen zu haben, dafür notfalls auch Rollen rückwärts machen zu wollen. ;-)

Ganz plötzlich sahen wir jedenfalls, wie es in Lupas Hirnwindungen sprichwörtlich "click" machte. Sie hatte von einem Mal auf das andere begriffen, worum es ging und warf sich plötzlich regelrecht in die gewünschte Position. Das sah sehr lustig aus, denn das Malimädel geht immer vom Sitz ins Platz, und manchmal überholte das Hinterteil das Vorderteil jetzt regelrecht. Die Kleine war mit einer solchen Begeisterung dabei - wir konnten richtig zuschauen, wie die innere Freiheit wuchs und wuchs.

Das besondere Highlight aber gab es am Ende. Peter sollte sich anschauen, wie Lupas Beutetrieb gestrickt ist und machte ein paar Tests mit ihr, die auch Polizei-Malis absolvieren müssen. Dazu gehört, daß das Spieli in einen dunklen Raum geworfen wird, es wird geschaut, wie umweltsicher der Hund ist und wie wichtig es ihm ist, die Beute auch in einer "unheimlichen" Umgebung noch zu verfolgen.

Was soll ich sagen? Lupa machte keine Kompromisse. ;-)

Danach hielt ich sie fest, und Peter packte die Beißwurst in einen Karton. Das Teil war höher als Lupa, sie mußte sich schon anstrengen, um die Beute zu angeln. Und plötzlich hatte ich tatsächlich einen richtigen Mali vor mir. Sie schreckte nicht eine Sekunde zurück, hüpfte auf den Rand, drückte den Karton platt, bretterte rein - unter dem begeisterten Lob von Peter, der sich richtig freute.

Auch, als die Beißwurst dann unter dem Karton, der auch mit irgendwas befüllt war, das offenbar nicht ganz leicht war, verschwand, raste Lupa hin, buddelte, grub, schubste und schob, um an das Begehrte heranzukommen. Am Ende hob sie das Hindernis einfach hoch - ich hätte nicht gedacht, daß mein Mädel SO beuteorientiert und vor allem furchtlos ist. Peter und ich freuten uns im Chor, und Lupa schleppte ihre Beute megastolz durch die Halle - ja, sooooo darf es gerne weitergehen. :-))))

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